Traditionelle und alternative Heilmethoden in Hessen

Laktoseintoleranz erkennen und behandeln

Maldigestion und Malabsorption von Kohlenhydraten sind Ursachen für chronische abdominelle Beschwerden. Auslöser dafür ist unter anderem die Laktose.

Die Laktoseintoleranz kommt bei ca. 15% der Bevölkerung in Deutschland vor, also bei etwa 12 Millionen Menschen, weltweit ist sie noch wesentlich häufiger.
Ursache der gestörten Laktoseaufnahme ist ein Mangel des in der Dünndarmmukosa lokalisierten Enzyms Laktase. Diese spaltet normalerweise das Disaccharid Laktose in die Monosaccharide Glukose und Galaktose, die im Dünndarm resorbiert werden können. Laktose dagegen ist nicht resorbierbar.

Arten der Laktoseintoleranz

1.    Die angeborene Laktoseintoleranz ist genetisch determiniert. Diese Erkrankung wird schon im Säuglingsalter manifest und tritt extrem selten auf.

2.     Die erworbene Laktoseintoleranz, die im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter auftritt. Die Gründe für die deutliche Zunahme der Laktoseintoleranz sind neben genetischen Einflussfaktoren sicherlich in dem extrem hohen Konsum von Milchprodukten seitens der Bevölkerung zu sehen. Es gibt immer mehr industriell hergestellte Milchgetränke, die schon Fast- Food- Charakter haben. Durch den Anstieg der Verwendung von Laktose im Bereich der Fertignahrungsmittel und in der pharmazeutischen Industrie sind wir mit einer zigfachen Menge der Laktose konfrontiert als noch vor 40 Jahren.

3.    Die sekundäre Laktoseintoleranz, bei der die verminderte Laktaseaktivität durch eine Grunderkrankung bedingt ist, z.B. bei Zöliakie, chronisch- entzündlichen Darmerkrankungen, infektiöser Diarrhoe oder nach Antibiotika/ Zytostatika- Therapie. Nach der Behandlung und Ausheilung der Grunderkrankung kann sich die Laktoseunverträglichkeit wieder normalisieren.
Im Rahmen eines chronisch erhöhten Alkoholkonsums, beim Reizdarmsyndrom, aber auch schon beim Auftreten kleiner Entzündungsherde in den oberen Schichten der Dünndarmschleimhaut kann sich die Enzymaktivität der Laktase spürbar verringern.

Eine Laktoseintoleranz kann schnell und einfach mit dem H2 (Wasserstoff) – Atemtest nachgewiesen werden. Der ebenfalls angewandte Gentest weist lediglich die Veranlagung nach, macht aber keine Aussage über die Ausprägung der Symptomatik bei Laktoseunverträglichkeit.

Ernährungstipps für die Praxis

–    Laktosehaltige Speisen werden besser vertragen, wenn sie zusammen mit anderen Lebensmitteln verzehrt werden ( langsamere Passagezeit im Dünndarm, längerer Kontakt mit der laktasehaltigen Dünndarmschleimhaut)

–    Es gibt keine E- Nummer Laktose ; der Begriff „ Zuckerstoffe“ in einem Nahrungsmittel kann eine Mischung von verschiedenen Zuckern und damit auch Laktose enthalten

–    Milcheiweiß und Milchsäure enthalten keine Laktose
–    Pflanzliche Bindemittel sind laktosefrei

–    Klassische Milchprodukte: Vorzug der gesäuerten Produkte, da langsamere Transitzeit im Darm. Die erhöhte mikrobielle Laktaseaktivität wird durch den Einfluss der Gallensalze sichergestellt, sodass das Milchprodukt die Laktosespaltung durch die Bakterien sozusagen selbst übernimmt. Die mikrobielle Spaltungsaktivität geht allerdings bei erhitzten Sauermilchprodukten verloren.

Dr. med Gabriele Tille
Dr. Gabriele Tille

Weitere Informationen über die Naturheilpraxis Dr. med Gabriele Tille finden Sie unter:
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