Traditionelle und alternative Heilmethoden in Hessen

Ernährung und unerfüllter Kinderwunsch

Etwa eine Million Frauen in Deutschland leiden an  polyzystischen Ovarien, dem PCO-Syndrom. Das sind etwa 7 % aller Frauen im gebärfähigen Alter. Die meisten von ihnen sind übergewichtig. Das PCO-Syndrom ist eine endokrine Erkrankung, bei der neben polyzystischen Ovarien, einer Zyklusstörung (Oligo- oder Anovulation) und der Produktion vermehrter männlicher Hormone (Hyperandrogenismus, vor allem Hirsutismus) die Insulinresistenz einer der entscheidenden Faktoren ist. Der stärkste Leidensdruck entsteht dabei für diese Frauen dadurch, dass der Kinderwunsch lange unerfüllt bleibt.

Eine Schlüsselstellung kommt dem Bauchfett (viscerales Fettgewebe) zu, da hier zahlreiche Substanzen gebildet werden, die für die Entwicklung der Insulinresistenz notwendig sind. Die Insulinresistenz führt dazu, dass die Bauchspeicheldrüse zu viel Insulin ausschüttet, Hyperinsulinismus. Dieser Hyperinsulinismus führt über die Hypophyse zu einer Stimulation von LH, welches das Ovar wiederum anregt, mehr Androgene zu bilden. Andererseits wird die Produktion von Sexualhormon- bindendem Globulin (SHBG) in der Leber unterdrückt, was den Anteil freier Androgene wiederum erhöht. Diese hohen Androgenspiegel führen nicht nur zum Hirsutismus, sondern auch zu einer zu seltenen oder fehlenden Ovulation.

Die Behandlung des PCO-Syndroms sollte in erster Linie auf einer Verbesserung der Insulinsensibilität durch eine Änderung des Lebensstils abzielen. Dabei sind selbst kleine Änderungen des Körpergewichts wirkungsvoll: So führt bereits eine Gewichtsreduktion von 5 % zu einer Verbesserung des Hyperandrogenismus und der ovariellen Funktion.

Durch eine Kostumstellung mit Reduktion der Kohlenhydrate im Austausch gegen Eiweiß und ungesättigte Fette kann die Insulinresistenz gemindert oder gar durchbrochen werden.

Eine Gewichtsreduktion über das Körperfett führt somit zu einer Verbesserung sämtlicher metabolischer Parameter und zu einer Verbesserung oder Normalisierung des Zyklusgeschehens und zum Rückgang des Hyperandrogenismus. Ja, sogar die vermehrte Körper- und Gesichtsbehaarung gehen zurück!

Wollen Sie mehr darüber wissen, dann lesen Sie den Originalartikel von Frau Professor Dr. med. Ingrid Gerhard, Heidelberg: http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/was-die-ernahrung-mit-kinderwunsch-zu-tun-hat/.

Weitere Informationen zum Thema: Homöopathische Behandlung bei unerfülltem Kinderwunsch.

Dr. med Gabriele Tille
Dr. Gabriele Tille

Weitere Informationen über die Naturheilpraxis Dr. med Gabriele Tille finden Sie unter:
www.naturheilverfahren-hessen.de

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