Ganzheitliche Gesundheitsvorsorge durch Heilfasten
In Deutschland legen jährlich Millionen Menschen Fastenwochen ein, ein- bis zweimal im Jahr verzichten sie auf feste Nahrung und ernähren sich vorwiegen durch Wasser, Tee und mineralhaltige Gemüsebrühe zu sich.
Während es immer noch genug Fastenkritiker und – Skeptiker gibt, kann nun auch die moderne Wissenschaft die positive Wirkung auf Stimmung, Antrieb und Energie erklären: Der Göttinger Hirnforscher Gerald Hüther fand heraus, dass während des Fastens weniger Stresshormone und dafür mehr das Neurohormon Serotonin ausgeschüttet werden.
Durch die geistige Haltung des Nahrungs- und Genussmittelentzugs während einer gewissen Zeit fällt es leichter, schädliche Gewohnheiten auch nach der Fastenperiode sein zu lassen.
Strenges Fasten sollten allerdings nur gesunde und gut belastbare Menschen durchführen, im Zweifelsfall sollte ein Arzt befragt werden, ob Kontraindikationen/Ausschlüsse gegen das Heilfasten vorliegen.
Diese sind zum Beispiel:
- Schwere psychophysische Erschöpfungszustände
- Depressionen und andere psychiatrische Erkankungen
- Ess- Störungen
- Chronische Erkankungen wie Diabetes, Gicht, Rheuma, Schuppenflechte
- Ausgeprägte Allergien
- Herzinfarkt- Gefährdung, schlecht eingestellter hoher Blutdruck
- Starkes Über- oder Untergewicht
Das Umfeld des Fastenden ist sehr wichtig; das Fasten zuhause kann Sinn machen, wenn Ruhe, Rückzug und Entlastung im Alltag möglich sind. Fastenseminare, Fastenwandern oder auch der Aufenthalt in Fastenkliniken haben den Effekt, sich wirklich ganz auf sich und die innerlich ablaufenden Veränderungsprozesse zu konzentrieren und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.
Leichte sportliche Betätigung ist zur Ankurbelung des Herz- Kreislaufsystems sinnvoll, also Radfahren, Spazierengehen und Gymnastik.
Der Schlaf kann sich durch das Fasten dahingehend verändern, dass viel weniger Nachtruhe nötig ist, dass das Einschlafen und Durchschlafen besser klappen oder dass vorübergehend ein deutlich erhöhtes Schlafbedürfnis im Sinne einer Erholungsreaktion auftritt.
Biologische Rhythmen gehen in unserer lauten und schnell- lebigen Zeit oft verloren; der Schlaf- Wach- Rhythmus kann gestört sein, der monatliche Rhythmus der Frauen ist oft außer Takt.
Fasten kann einen Beitrag leisten, durch regelmäßige Wiederholung ein- bis zweimal im Jahr einen Jahresrhythmus zu etablieren, nach dem der Körper regelrecht verlangt und der ihm eine tiefgreifende Erholung und Regeneration ermöglicht.
