Autoimmunerkrankungen und Immunsystem
Das menschliche Immunsystem ist – entwicklungsgeschichtlich gesehen- schon sehr alt. In der Evolution wurden höher entwickelte Organismen mit komplexen Abwehrsystemen gegen Feinde ausgestattet.
Teile dieser Systeme funktionieren heute noch genauso wie vor hunderttausenden von Jahren. Das menschliche Immunsystem ist einerseits Beschützer, kann jedoch manchmal auch die Gefahr von Autoimmunkrankheiten fördern.
Durch die wissenschaftliche Forschung haben wir heute recht genaue Kenntnisse über die verschiedenen Teile des Immunsystems. Ihre wichtigste Funktion ist, das Eindringen von Infektionserregern zu verhindern, und- im Inneren des Körpers- entartete Zellen zu erkennen und zu vernichten.
Das Immunsystem entwickelt ein Gedächtnis für einmal erkannte Erreger, daher funktionieren auch Impfungen so gut.
Das große Problem der heutigen Medizin ist, dass immer mehr Menschen an Allergien und Autoimmunkrankheiten leiden. Hier richtet sich das Immunsystem gegen körpereigene Strukturen oder es produziert Allergien gegen eigentlich harmlose Stoffe aus der Umgebung.
Autoimmunkrankheiten sind zum Beispiel:
- Die Hashimoto- Thyreoiditis ( Entzündung der Schilddrüse mit Unterfunktion )
- Die Rheumatoide Arthritis ( Entzündung und Zerstörung von Gelenken )
- Lupus erythematodes, Sklerodermie ( Zerstörung von Kollagenen Fasern )
- Immunvaskulitis ( chronische Entzündung von Blutgefäßen lebenswichtiger Organe ).
Das Forschungsgebiet „ Immunsystem“ ist von weitreichender Bedeutung für unsere Gesellschaft, da die vielen chronischen Immunschwächen, die Allergien, die Krebs- und Autoimmunkrankheiten, aber auch schwere Virusinfektionen immer mehr Menschen in unserer Bevölkerung betreffen.
Dabei ist sicherlich eine interdisziplinäre Forschung und Entwicklung von Therapien von großer Bedeutung. Alle medizinischen Disziplinen müssen zusammenarbeiten, um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten.
Besonders wichtig ist die Berücksichtigung der Entstehungsbedingungen von immunologischen Störungen; chronischer Stress, Umweltgifte, Mineralmängel, ein Ausbrennen der Nebennieren, die Ernährungsweisen des „modernen“ Industriemenschen, etc. zu beachten. Nur ganzheitliches Vorgehen wird auf Dauer von Erfolg gekrönt sein.
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