Traditionelle und alternative Heilmethoden in Hessen

Gesundheitsvorsorge

Oxidativer Stress durch Freie Radikale- was steckt dahinter und wie wird er erkannt?

Oxidativer Stress im menschlichen Körper und dessen gesundheitliche Folgen werden im medizinischen Alltag immer noch viel zuwenig beachtet. Dabei kann er einer nicht unerheblichen Anzahl von chronischen Krankheiten Vorschub leisten.

Was ist oxidativer Stress?

Ohne Sauerstoff ist Leben auf dieser Erde nicht möglich. Sauerstoff ist lebensspendend und gleichzeitig zerstörerisch. Durch Oxidationen rostet Eisen, verfault ein Apfel, wird Butter ranzig usw.
Auch im menschlichen Körper finden sinnvolle oxidative Prozesse statt.
Z.B. wenn die Abwehrzellen in Blut und Gewebe eingedrungene Viren, Bakterien und Pilze vernichten, dann entstehen freie Radikale, hochreaktive Sauerstoffverbindungen, die nach Beendigung des Abwehrvorganges „ entsorgt“ oder entschärft werden müssen.

Im Laufe der phylogenetischen Entwicklung haben sich entsprechende körpereigene Schutzsysteme gegen freie Radikale gebildet, die dafür sorgen, dass sich die recht aggressiven Sauerstoffradikale nicht gegen gesunde Körperzellen richten.

Leider gibt es heute eine unnatürliche, schädliche Vermehrung von freien Radikalen, die vor allem von außen auf den menschlichen Organismus einwirken:

–    Alkohol
–    Medikamente
–    Stress
–    Umweltgifte, die eingeatmet werden
–    UV- Strahlen
–    Zigarettenrauch

Unter diesen Umständen sind die körpereigenen Schutzsysteme hoffnungslos überfordert, sie werden mit dem Neutralisieren die freien Radikalverbindungen nicht mehr fertig.

Welche Krankheiten werden durch freie Radikale im Körper begünstigt?

–    Arteriosklerose ( Gefäßverkalkung )
–    Asthma
–    Diabetes mellitus
–    Grauer Star ( Katarakt- Trübung der Augenlinse )
–    Herzinfarkt
–    Immunschwächen
–    Krebs
–    Morbus Alzheimer
–    Morbus Parkinson
–    Multiple Sklerose
–    Rheumatische Erkrankungen
–    Schilddrüsenfunktionsstörungen ( Hashimoto- Thyreoiditis )


Wie kann man den oxidativen Stress im Körper diagnostizieren?

Spezialisierte medizinische Laboratorien können mit Blutuntersuchungen das individuelle oxidative Stressprofil erkennen und gleichzeitig eine zuverlässige Aussage über die Versorgung mit so genannten Antioxidanzien wie Vitamin C, Vitamin E, Selen usw. machen .

Wie kann man den oxidativen Stress behandeln?

Zunächst sollte man sich klar machen, welche individuellen Verhaltensweisen zur Entstehung von oxidativem Stress beitragen, z.B. hoher Stresslevel, Zigarettenrauchen, vitalstoffarme Ernährung, Bewegungsmangel. All das kann man im Sinne einer Lebensstilveränderung versuchen, selbst zu beeinflussen und zu modifizieren.
Wenn relevante Mängel an oxidativen Schutzstoffen im Blut nachgewiesen sind, dann kann die gezielte Einnahme von Vitamin- und Spurenelementepräparaten sinnvoll sein.

Darmkrebs vorbeugen durch frühzeitige Diagnostik

In Deutschland haben wir jährlich etwa 72.000 Neuerkrankungen und mehr als 30.000 Todesfälle, verursacht durch Darmkrebs, zu verzeichnen.

Das müsste nicht so sein! Laut Auskunft von Gastroenterologen nehmen nur 25 % der anspruchsberechtigten Patienten die von der Kasse finanzierte Vorsorgeuntersuchung wahr.

In vielen hessischen Arztpraxen und Krankenhäusern wird auf die Möglichkeit der Stuhluntersuchung und der Darmspiegelung hingewiesen. Ab dem fünfzigsten Lebensjahr wird Stuhl auf Blut kostenlos untersucht, ab dem 55. Lebensjahr kann man die Coloskopie durchführen lassen.

Dank des Fortschrittes der medizinischen Diagnostik gibt es heute:

–    Viel sensiblere Testverfahren auf Blut im Stuhl als den Hämoccult- Test; diese sind: Hämoglobin im Stuhl, Hämoglobin- Haptoglobin- Test und M2PK – Test
–    Endoskope, die in Verbindung mit einer Beruhigungsspritze die Darmspiegelung sicher und für den Patienten kaum belastend gestalten.

Menschen, die sich einer Darmspiegelung unterzogen haben, berichten häufig, dass sie es schon viel eher getan hätten, wenn sie gewusst hätten, wie harmlos und wenig belastend diese Untersuchung ist.
Das Qualitätsnetz Gastroenterologie Hessen, ein Zusammenschluss ambulant und stationär tätiger Magen- Darm-Spezialisten, hat die Initiative Hessen gegen Darmkrebs ins Leben gerufen.
Informieren Sie sich, handeln Sie und reden Sie darüber: jeder Monat des Jahres kann Darmkrebsmonat sein!

Siehe auch: http://www.hessen-gegen-darmkrebs.de

Darmkrebs
Aktuell ist Darmkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung. Wenn sie früh erkannt wird, bestehen jedoch gute Chancen auf Heilung. In den meisten Fällen (bis zu 90%) sind Darmpolypen, vorerst gutartige Geschwulste in der Magenschleimhaut, der Grund aus dem sich ein Darmkarzinom entwickelt. Dafür, dass ein Darmpolyp vorhanden ist, gibt es bei den meisten Patienten keine sichtbaren Anzeichen, einen wichtigen Anhaltspunkt für die Diagnose liefert jedoch ein Test auf Kleinstmengen fäkales okkultes Blut im Stuhl.

Wird der Darmpolyp frühzeitig entdeckt ist eine Entfernung während der Biopsie, die für die weitere Diagnose wichtig ist, ein einfacher Schritt zur Prävention von Darmkrebs.

Helicobacter pylori
Helicobacterpylori ist ein Bakterium, das in der Magenschleimhaut des Menschen vorkommen kann und diese schädigt. Obwohl eine Infektion oft lange Zeit unbemerkt bleibt, kann das Bakterium langfristig für einige Erkrankungen des Magen-Darm- Trakts, wie beispielsweise Magengeschwüre oder Magenschleimhautentzündungen verantwortlich sein.  Anzeichen für eine Infektion können jedoch Sodbrennen, Magendrücken, Blähungen oder Durchfall sein.
Helicobacterpylori Bakterien können durch einen Bluttest oder eine Biopsie der Magenschleimhaut nachgewiesen werden. Der Nachweis durch einen Atemtest erfolgt meist zur Nachsorge bereits behandelter Patienten.  Nach der Diagnose erfolgt im Regelfall die Eradikation des Bakteriums mithilfe einer Kombination bestimmter Antibiotika.

Glutenunverträglichkeit
Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper des Patienten in hohem Maße auf Gluten, ein Klebereiweiß das in vielen Getreidesorten vorhanden ist, reagiert. Schon die kleinsten Spuren des Eiweißes führen zur Rückbildung der Darmzotten und so zu einer Behinderung des Stoffwechsels. Besonders auf die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern wirken sich die daraus entstehenden Mangelerscheinungen negativ aus. Symptome, die für eine Zöliakie sprechen, sind unter anderem Durchfall, Erbrechen und Müdigkeit.
Die Diagnose erfolgt zunächst durch einen Bluttest auf spezifische Antikörper, gefolgt von einer Dünndarmbiopsie. Da es derzeit noch keine Heilungsmöglichkeit gibt, besteht die einzige Therapiemöglichkeit  in einer lebenslangen streng glutenfreien Diät.

Dr. med Gabriele Tille
Dr. Gabriele Tille

Weitere Informationen über die Naturheilpraxis Dr. med Gabriele Tille finden Sie unter:
www.naturheilverfahren-hessen.de

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