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Johanniskraut bei Depressionen
Johanniskraut war bisher ein frei verkäufliches Arzneimittel, das viele Menschen für die unterschiedlichsten psychosomatischen Beschwerden im Rahmen der Selbstmedikation verwendet haben.
Die wissenschaftliche Forschung hat schon seit Jahren festgestellt, dass höher dosiertes Johanniskraut ( ca. 900 mg täglich ) geeignet für die Behandlung von mittelschweren Depressionen ist und damit die Therapie mit allopathischen Antidepressiva überflüssig macht.
Nun hat das Bundesministerium für Gesundheit die hoch dosierten Präparate ab dem 01.04.2009 für rezeptpflichtig erklärt mit dem Argument, dass ein Laie nicht unterscheiden könne, ob er eine leichte oder eine mittelschwere Depression habe, bzw. ob überhaupt eine Depression vorliegt.
Depressive Verstimmungen können die unterschiedlichsten Gründe haben und Ausdruck sowohl psychiatrischer als auch körperlicher Erkrankungen ( z.B. Schilddrüsenunterfunktion, Hormonmangel in den Wechseljahren ) sein.
Dies zu diagnostizieren, ist Sache des behandelnden Arztes. Eine Selbstbehandlung kann die Erkennung einer Grunderkrankung verzögern, damit geht unter Umständen wertvolle Zeit für eine ziel- und ursachenorientierte Therapie verloren.
Am Beispiel Johanniskraut lässt sich zeigen, dass pflanzliche „ natürliche“ Arzneimittel keineswegs harmlos oder nebenwirkungsfrei sind, wie sie zum Beispiel in der Laienwerbung dargestellt werden:
Viele Menschen, die Johanniskraut in der Selbstbehandlung anwenden, wissen nicht, dass zum Beispiel die Wirkung von Antibabypillen aufgehoben werden kann.
Seelische Faktoren beeinflussen Gesundheit und Wohlbefinden in hohem Maß
Ähnlich wie die äußeren Bedingungsfaktoren z.B. Ernährung und Bewegung beeinflussen auch die täglichen Gedanken und bildhaften Vorstellungen über uns und die Welt unseren Gesundheitszustand.
In wissenschaftlichen Studien wurde bei der Placebo-Wirkung nachgewiesen, daß obwohl die eingenommene Substanz (z.B. Milchzucker) keine medizinischen Wirkkomponenten hatte, ein bemerkenswerter Anteil der Patienten über Symptom-Reduktion bzw. Heilung berichtete.
Die Wirkung bei Placebos wird auf die suggestive Kraft des Behandlers zurückgefüht, d.h. daß der Glaube des Patienten Heilungskräfte freisetzen kann.
Entgegengesetzt ist bekannt, daß chronisch negatives Denken krank machen kann. Gesundheit und Wohlbefinden hängen eng mit unserer inneren Welt, unseren Wertesystemen, unseren Glaubenssätzen, unseren Zuschreibungen zur eigenen Person zusammen.
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