Natürliche Stärkung der Abwehrkräfte bei Neugeborenen und Säuglingen
Die Entwicklung der Darmflora und des Immunsystems beim Neugeborenen und Säugling ist eine der wichtigsten Anpassungsleistungen des kindlichen Organismus nach der Geburt.
Alle Anlagen, um ein gesundes Immunsystem zu entwickeln, sind beim Baby zwar schon vorhanden, müssen aber im Laufe der ersten Lebensmonate und Jahre erst trainiert werden.
Um das Kind gegenüber den Angriffen von Viren und Bakterien zu schützen, hat es einerseits von der Mutter Antikörper mitbekommen, andererseits fördert gerade das Stillen die gute Versorgung mit Schutzfaktoren aller Art.
Bereits in den ersten Lebenstagen wird der Darm des Neugeborenen mit Keimen besiedelt. Die physiologischen E. coli- Bakterien sorgen von vorneherein für eine Art „ Immuntraining „ der Abwehrzellen an der Darmschleimhaut. Außerdem wird das Darmmilieu durch die E. coli- Bakterien so vorbereitet, dass sich andere gesunde Darmkeime wie z.B. Lactobazillen und Bifidusbakterien ungestört vermehren können.
Dieser sensible Prozess ist einer Vielzahl von Störfaktoren ausgesetzt:
- Pathologische Bakterien verursachen Erbrechen und Durchfälle, die beim Baby sofort mit gefährlichen Wasser- und Elektrolytverlusten einhergehen können
- Allergische Erkrankungen der Haut ( Neurodermitis ) und der Atemwege ( allergisches Asthma ) können die Folge einer gestörten Darmflora sein.
- Frühgeborene, nicht oder nur kurz gestillte Kinder oder Säuglinge, deren Mütter an einer Immunschwäche leiden, sind besonders gefährdet.
- Ein großes Problem, mit dem naturheilkundlich arbeitende Ärztinnen und Ärzte sowie Heilpraktiker konfrontiert sind, stellen die frühzeitigen und häufig eingesetzten Antibiotikagaben bei oft nur banalen Virusinfekten dar. Die Kinder müssen eine massive Störung der gerade im Aufbau befindlichen Darmflora verkraften.
Vorsorge und Heilung mitdem E.coli- Stamm Nissle ( Mutaflor® – Suspension )
Das 1917 entdeckte physiologische E.coli- Bakterium wird schon seit Jahrzehnten mit Erfolg bei Kindern und Erwachsenen eingesetzt. Dieser spezielle Bakterienstamm verhindert, dass sich schädliche Bakterien im kindlichen Darm ausbreiten können. Somit kann man mit der Gabe dieses Medikamentes von Anfang an viel Gutes für das Kind tun.
Wann sollte der E.coli- Stamm Nissle ( Mutaflor® – Suspension eingesetzt werden?
Das Präparat kann ohne Probleme vom ersten Lebenstag angewendet werden und besonders dann, wenn die oben genannten Risikofaktoren bestehen.
Viele Eltern von Babys möchten von vorneherein etwas Sinnvolles für die Gesundheit ihres Kindes tun, besonders dann, wenn Allergien und Immunschwächen in der Familie bekannt sind.
Eine individuell angepasste Dosierung garantiert schnellen und langfristigen Erfolg.

Guten Tag,ich bin wirklich sehr stark verunsichert,was ich machen soll.Ich werde voraussichtlich am 26.05.2011 mein erstes Kind entbinden.Man hat mir empfohlen,dem Kind vom ersten Lebenstag an “Mutaflor Suspension” zu verabreichen.Ehrlich gesagt bin ich von Natur aus sehr skeptisch und habe Bedenken,ob ich unserem Kind damit schaden könnte.
Andererseits hat man mir schon angekündigt,daß ich aufgrund einer B-Streptokokken-Infektion(bislang behandelt worden mit 7 “Vagisan-Zäpfchen” über einen Zeitraum von 2 Wochen) unter der Geburt Antibiotika verabreicht bekommen muß,um das Kind zu schützen.Daß das Kind gleich von der ersten Sekunde an mit Antibiotika in Berührung kommt,gefällt mir natürlich überhaupt nicht.Zudem neige ich zu Allergien (ganzjährig verstopfte Nase;Hyposensibilisierung in der Vergangenheit) und habe diagnostiziert bekommen,daß Borrelien und Staphylokokken (Krankenhauskeime) in meinem Blut kreisen,welche aber aufgrund der Schwangerschaft derzeit nicht “bekämpft” werden können,da die Entgiftung sofort auf das Baby übergehen würde.Aufgrund dessen würde mir empfohlen, das Kind mit “Mutaflor S” zu wappnen.
Können Sie mir einen Rat geben,ob es tatsächlich sinnvoll ist,dies zu tun?
Gibt es Ihrerseits Erfahrungswerte hinsichtlich der Dosierung und Dauer der Anwendung beim Neugeborenen?
Ich wäre Ihnen für Ihre Hilfe und eine schnelle Rückantwort wirklich sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen, Inga.
Sehr geehrte Frau Heese,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich kann sehr gut verstehen, dass Sie über die vielen widersprüchlichen Ratschläge sehr verunsichert sind.
Soweit ich Ihre Fragen aus der Distanz heraus mit Einschränkungen beantworten kann, möchte ich Ihnen folgende Gedanken dazu mitteilen:
Die Prophylaxe gegen B- Streptokokken sollten Sie auf jeden Fall machen lassen. Eine Neugeboreneninfektion mit Streptokokken ist für das Kind wesentlich schlimmer als der kurze Kontakt mit einem Antibiotikum.
Wenn Ihnen ein Therapeut die sofortige Gabe von Mutaflor empfiehlt, muss er das gut und wissenschaftlich fundiert begründen.
Nach meiner Erfahrung kann man nach der Geburt erstmal kurzfristig abwarten, was Das Kind zeigt. In den meisten Fällen geht alles gut; die Kinder haben soviel Lebenskraft, dass sie mit den Ihnen prognostizierten Widrigkeiten in der Regel gut fertig werden. Wenn Sie das Kind stillen könnten, wäre es für Mutter und Kind optimal.
Mit freundlichen Grüßen, Gabriele Tille
Vielen herzlichen Dank für die Rückmeldung!