Traditionelle und alternative Heilmethoden in Hessen

Testosteronmangel- Syndrom bei Männern

Die Zusammenhänge zwischen der nachlassenden Eierstocksfunktion und einsetzenden Alterungsvorgängen sind bei Frauen gut untersucht und belegt.

Bei Männern ist der Zusammenhang von niedrigen Testosteronspiegeln und deren Auswirkungen auf körperliche Funktionen und die Psyche in vielen Bereichen noch unklar bzw. nicht ausreichend erforscht.
Gleichzeitig ist klar, dass für das Wohlbefinden und die Gesundheit ausreichende Hormonspiegel an männlichem Hormon sehr wichtig sind.

Eine Beurteilung, ob ein älter werdender Mann an einem Testosteron-Mangelsyndrom leidet, ist auch deswegen so schwierig, weil bei Männern die Hormonproduktion bis ins hohe Alter stattfindet und es keine festen Normwerte bei den Blutspiegeln gibt, ab welchen man sicher von einem therapiebedürftigen Testosteronmangel sprechen könnte.
Daher ist bei dem Verdacht auf Testosteronmangel eine ausführliche Anamnese in Verbindung mit Laboruntersuchung und fachurologischer Untersuchung wichtig.

Hinweise auf ein Testosteron-Mangelsyndrom können sein:

–    Verminderte Libido und verminderte sexuelle Aktivität
–    Verminderte Spontanerektionen
–    Haarausfall
–    Abnahme der Hodengröße
–    Infertilität mit verminderter Spermienzahl
–    Osteoporose
–    Verminderte Muskelkraft
–    Depressive Verstimmung
–    Schlafstörungen
–    Kognitive Leistungseinbußen
–    Zunahme des Körperfettgehaltes, besonders im Bauchbereich

Das Blut für eine Serum-Testosteronbestimmung sollte immer morgens zwischen 8.00 und 10.00 Uhr abgenommen werden. Gleichzeitig wird das sogenannte SHBG ( Sexualhormon – bindendes Globulin ermittelt, das etwa 40 % des im Blut zirkulierenden Testosteron bindet. Ein Maß für den biologisch aktiven Anteil ist der Freie Androgen- Index, der sich rechnerisch aus der gemessenen Testosteron – und SHBG- Konzentration ergibt.
Wenn ein Testosteronmangel nachgewiesen ist, dann müssen weitergehende Laboruntersuchungen wie LH und FSH ( Steuerungshormone der Hirnanhangsdrüse ) durchgeführt werden, um eine komplexere Hormonstörung auszuschließen.

Die Therapie des Testosteronmangelsyndroms ist sehr individuell zu sehen:

–    Ernährungsumstellung mit Gewichtsreduktion, Sport und Aufgabe des Rauchens können die Auswirkungen des Testosteronmangels mindern
–    Therapie mit Thymus- Milzpräparationen und Injektionen homöopathischer Komplexmittel sind im Einzelfall in der Lage, die Hormonproduktion im Hoden wieder anzuregen und auf die vielfältigen psychovegetativen Symptome positiv einzuwirken
–    Wenn all das nicht greift, dann kann eine transdermale Testosteronsubstitution angezeigt sein. In diesem Fall sind Kontraindikationen wie bestehendes Prostatakarzinom, eine unklare PSA- Erhöhung, große Prostata bei Prostataadenom, eine schwere Herzinsuffizienz und eine unbehandelte obstruktive Schlafapnoe zu beachten.

Am Anfang der Hormonbehandlung sind vierteljährliche Blutkontrollen des PSA- Wertes, des Testosterons und der Blutdicke ( Hämatokrit ) erforderlich sowie längerfristig jährliche urologische Kontrolluntersuchungen.

Dr. med Gabriele Tille
Dr. Gabriele Tille

Weitere Informationen über die Naturheilpraxis Dr. med Gabriele Tille finden Sie unter:
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