Traditionelle und alternative Heilmethoden in Hessen

Die Zahnheilkunde im Kontext eines ganzheitlichen medizinischen Denkansatzes

Getreu dem Slogan „Gesund beginnt im Mund (KZVH)“  ist die Mundhöhle die wichtigste Eintrittspforte in den menschlichen Organismus.

Hier beginnt nicht nur der Verdauungsvorgang – eine nicht optimal zerkleinerte und eingespeichelte Nahrung führt im Magen-Darm-Trakt auf Dauer zu Schäden und ermöglicht zudem keine optimale Aufspaltung und somit Verwertung der Nahrung – sondern Zähne und Zahnhalteapparat (Parodont) stehen auch in mannigfaltigen Wechselbeziehungen zu anderen Organen/Organsystemen. Bei pathologischen Prozessen haben sie nicht selten ursächlich negative Auswirkungen auf schwerwiegende – häufig therapieresistente – Allgemeinerkrankungen.

Wenn man bedenkt, dass ca. 90% der Herderkrankungen ihre Ursache im MundKieferbereich haben, erkennt man den medizinischen Stellenwert einer optimalen zahnärztlichen Therapie.

Diese sogenannten Herde entstehen z.B. durch wurzelkanalbehandelte Zähne, unbemerkten Vitalitätsverlust von Zähnen, das Belassen von Zahnteilen im Kiefer oder nicht behandelten Erkrankungen des Zahnhalteapparates (Parodontopathie).

Wichtigstes Augenmerk gilt in diesem Zusammenhang der Bakterämie (Eindringen von krankheitserregenden Keimen in den menschlichen Organismus), die nicht nur völlig unnötigerweise unser Immunsystem zur dauernden Gegenwehr veranlasst, sondern z.B. auch ursächlich für Entzündungen des Herzbeutels, der Herzklappen und des Herzmuskels sein kann. Auch Nierenerkrankungen, Erkrankungen des rheumathischen Formenkreises können hieraus resultieren. Die Keime gelangen z.B. aus Entzündungsprozessen in den Zahnfleischtaschen oder aus Seitenkanälchen des Wurzelkanalsystems eines toten Zahnes über die Blutbahn in den Organismus und lösen dort entsprechende immunologische Reaktionen aus.

Auch eine Vielzahl weiterer, zunächst nicht exakt zuordenbarer Erkrankungen oder Krankheitsbilder, insbesondere im Bereich der Dermatologie (Hauterkrankungen), aber auch des Uro-Genitaltraktes etc. können ihre Ursache in dem dauernd schwelenden chronischen Herdgeschehen haben.

Es ist deshalb von großer individueller und gesamtgesundheitlicher Bedeutung, dass ihr behandelnder Zahnarzt nicht nur um diese Problematik weiß, sondern auch Wert darauf legt, prophylaktisch das Entstehen solcher komplexer Herdgeschehen zu vermeiden, indem er darauf achtet, das naturgesunde Gebiss nach Möglichkeit zu erhalten oder aber bei den kleinsten Defekten, die bestmöglichste Therapie zur Verhinderung eines fortschreitenden Geschehens einzusetzen.

Das Entstehen von Erkrankungen des Zahnhalteapparates kann erfolgreich durch die Anleitung und konsequente Überwachung einer optimalen Mundhygiene mit regelmäßiger prophylaktischer Taschentiefenmessung und professioneller Zahnreinigung erfolgen. Hierdurch wird auch die Entstehung kariöser Defekte weitestgehend verhindert. Sollte gleichwohl die Behandlung eines kariösen Defektes anstehen, so gilt es die Therapie mit dem langfristigsten Erfolg zu wählen, um nicht nur den betroffenen Zahn dauerhaft zu konservieren, sondern auch durch die konsequente Therapie einen fortschreitenden kariösen Defekt, den Austausch und Vergrößerung der Füllung und schließlich Vitalitätsverlust und Wurzelkanalbehandlung des Zahnes zu vermeiden.

Daneben ist die Auswahl des Materials, das im Rahmen zahnärztlicher Therapie langfristig in den Organismus eingebracht wird, ein leider viel zu häufig vernachlässigter wichtiger Gesundheitsfaktor.

Auch bei bezüglich Materialverträglichkeit „problemlosen“ Patienten, gilt es immer, sich auf der sicheren Seite zu bewegen und die gesundheitlich und zahnärztlich bestmöglichen und verträglichsten Materialien zu verwenden. Dies ist im Rahmen der Füllungstherapie seit Jahrzehnten Gold und Keramik und nicht etwa der zumeist im Rahmen der kassenzahnärztlichen Therapie zur Anwendung gelangende Kunststoff, der – unabhängig von nicht unbedenklichen Inhaltsstoffen – auch werkstoffkundlich problembehaftet ist. Kunststoff unterliegt beispielsweise beim Aushärtungsvorgang einem Schrumpfungsprozess, was – insbesondere bei größeren Füllungen – einen essentiell wichtigen baktieriendichten Abschluss zum intakten Zahn extrem problematisch macht. Zudem ist Kunststoff im kaudruckbelasteten Seitenzahnbereich nicht abrasionsfest. Hierdurch ist ein stabiler Biss letztendlich nicht gesichert.

Bei Problempatienten sind darüber hinaus hinsichtlich der Materialauswahl nötigenfalls umfangreiche Austestungen gemeinsam mit hierauf spezialisierten medizinischen Kollegen erforderlich, um die Anwendung individuell unbedenklicher Materialien sicherzustellen, wobei es bei Metallen, wie z.B. Goldlegierungen wichtig ist, möglichst bei einer Legierung zu bleiben und – wenn möglich – nicht unterschiedliche Metalle zu verarbeiten. Auch die Problematik, dass ggf. „allergische“ Reaktionen nicht nur von der Legierung per se, sondern auch von der verwendeten Menge abhängig sein kann, ist zu beachten.

In all diesen Dingen sollten Sie Ihrem Zahnarzt vertrauen können und sich hinsichtlich eines ganzheitlich und prophylaktischen Denk- und Therapieansatzes in den besten Händen fühlen. Darauf vertrauen zu dürfen ist Ihr gutes Recht.

Autor: Dr. med. dent. Hans-Werner Dildei
Camp-King-Allee 4
61440 Oberursel

Telefon: +49 (0) 61 71 – 1234567890
Email: info[at]zahnarzt-oberursel-dildei.de
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Dr. med Gabriele Tille
Dr. Gabriele Tille

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